Die Stabilität ist die zweite Säule, auf der eine kieferorthopädische Behandlung fußt. Mutter Natur hat die Zähne auf den Knochen so positioniert, wie sie zum einen von den Eltern ererbt (z.B. familiärer Überbiss bei beiden Elternteilen) und zum anderen durch äußere Einflüsse (z.B. Lutschen, Mundatmung oder Karies) erworben wurden.
All diese Faktoren werden im Rahmen einer ausgefeilten Diagnostik der individuellen Problematik erfasst, ausgewertet und dargestellt. Die Therapieplanung setzt sich bereits mit dem zu erwartenden Endergebnis auseinander und definiert dabei eine mögliche Rückfallwahrscheinlichkeit. Bei einer kieferorthopädischen Behandlung reagieren die Zähne dabei – als schwächstes Glied in der Kette - wie eine Kugel, die einen Berghang hinaufgeschoben wird. Oben angekommen möchte man, dass sie nicht ins Tal zurückrollt, wenn man sie los lässt. Um dies zu vermeiden, werden geeignete Maßnahmen bereits während der aktiven Behandlungsphase (Therapie) und vor allem in der anschließenden passiven Haltephase (Retention) ergriffen.
Aufklärung und Handeln für ein gerades und stabiles Gebiss –